Yahya Silo und sein Roman: „Auferstehung in den Tiefen der Berge“

Die erfolgreichen künstlerischen Arbeiten sind eine Leistung für jedes Volk. Der Künstler, Kurator und Prosaschriftsteller Y. Silo verwundert den Leser mit einem interessanten Roman namens „Auferstehung in den Tiefen der Berge“. Der Roman erschien 2017 in Kairo (Ägypten) im Verlag Awraq.

Der Autor schrieb seinen Roman auf dem Berg Harakol in Kurdistan im Herbst 1998 bis zum Ende des Jahres1999.

Das Thema des Romans dreht sich um den bewaffneten Kampf der kurdischen Rebellen gegen die türkische Regierung auf dem Berg Harakol in der Region Djizira, Kurdistan in der Türkei, wo der Autor selber ein Kämpfer war.

Die Hauptfiguren der kurdischen Seite im Roman sind Hamo, seine Frau Bihar, Diko (Dino), Chabat, der Guerilla verantwortlische und andere Nebenfiguren, auf der türkischen Seite lernen wir Major Arul und die anderen türkischen Soldaten kennen.

Einer der wichtigsten Merkmale des Romans ist der Autor Y. Silo selbst. Er war zehn Jahre lang ein kurdischer Kämpfer und weiß, wie man in Deutschen sagt, wovon er schreibt, im Vergleich zu anderen Schriftstellern, die manchmal jahrelang recherchieren müssen, um ihren Roman schreiben zu können.

Ich möchte hier nicht die Handlung des Romans vorstellen, sondern kritisch auf die positiven Eigenschaften des Romans eingehen. Aber vorher eine wichtige Bemerkung: Jeder Autor hat spezifische Ziele für seine kreative Arbeit, und diese Ziele basieren auf anderen wichtigen Elementen des erfolgreichen Romans, darin die meisten Literaturwissenschaftler überein. Aus diesen Perspektiven kann man sagen Y. Silo versucht, seine Arbeit mit künstlerischen Mitteln zu gestalten und die Leser zu überzeugen und sie dennoch objektiv zu informieren.

Hier versucht er, die Gerechtigkeit des kurdischen Freiheitskampfes zu zeigen, daher beschreibt er die Propaganda des Gegenseitigen unter den einfachen kurdischen Bewohnern in den Dörfern. Einige Beispiele: „Die Leute, die hier kämpfen, sind keine Kurden, sie sind Armenier, Ungläubige, sie töten Menschen, enthaupten sie essen ihr Fleisch.“ Die Türken betreiben auch religiöse Propaganda, in dem sich einige von den Offizieren, die Sicherheitskräfte, als Imame verkleiden und mit den kurdischen Bewohnern über den Islam in kurdischer Sprache sprechen. Am schlimmsten der Leser erfährt in dem Roman von der bedrückenden Lage der Kurden Bewohnern. Hier haben sie zwei Möglichkeiten, mit dem türkischen Militär zusammenzuarbeiten, nachdem sie ihre gesamts Vermögen, Felder, Haine, Vieh dann verkauft haben, bekommen sie ein Gehalt von den Türken oder müssen die Gegend verlassen und sich irgendwo ansiedeln  und wer sich weigert, wird sein Hab und Gut verbrannt und die Häuser ruiniert.

Jeder Roman, jede künstlerische Arbeit ohne Ästhetik kann nicht erfolgreich sein, wenn sie keinen Einfluss auf die Emotionen der Leser hat. In dieser Hinsicht ist der Roman meisterhaft, die Sprache und die künstlerischen Bilder sind einzigartig; sie können nur entstehen, wenn man jahrelang dort lebt und beobachtet.

Der Roman zeigt glaubwürdig die psychologischen, politischen und sozialen  Veränderungen in der Psyche der Hauptfiguren, man beobachtet allmählich e Hamos Schuldgefühle, der sich mit den Türken gegen sein eigenes kurdisches Volk kollaboriert und am Ende bricht er zusammen, nach dem er alles verloren, hat auch eigenes Leben. Die positive Entwicklung im Leben der ehemaligen  Frau (Bihar) von Hamos, die eine Hausfrau und Mutter von vier Kindern ist, wird dadurch deutlich, dass sie mit ihrem neuen Ehemann Dino eine Mithelferin für die kurdischen Kämpfern wird.

Der Schriftsteller beschreibt gut den Geisteszustand des türkischen Offiziers Arul in der Nacht des Angriffs auf die Berge von Harakol. Er lebt in der schrecklichen Situation von Angst, wo sein sicheres Zimmer in der Baracke zu einem Alptraum wird, nachdem er zusammen brach.

Der Roman von Y. Silo gehört nicht nur ihm, sondern seinem Volk, anderen Völkern und der ganzen Menschheit.

Bonn, Dezember 2018

Hussein Habasch

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